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Aufbau der Tarotkarten:

Wie ist ein Tarot Kartendeck strukturiert?

Tarot-Karten sind Spielkarten, die (spätestens) seit dem 16. Jahrhundert auch zu devinatorischen (wahrsagerischen) Zwecken genutzt werden. Der Ursprung der Karten ist weitgehend ungeklärt. Seit dem 19. Jahrhundert gibt es unzählige Tarot-Decks, die speziell für das Wahrsagen entworfen wurden.

Ich behandle hier aber die „klassischen“ Tarotkarten, die auch zum Spielen genutzt wurden. Die speziellen Wahrsagekarten weisen meist den „kleinen Karten (kleine Arkana)“ Bilder oder explizit eine Bedeutung zu. Ich sehe darin eine Einschränkung der Bedeutung dieser Karten. Andererseits, wer die Bedeutung der Spielkarten kennt, kann auch die anderen, speziell zum Wahrsagen entworfenen Karten legen und deren Symbolik seinem eigenen Wissen anpassen.

Die Tarotkarten gliedern sich in mehrere Teile:

Der erste Teil sind die „Großen Arkana“ (oder Arkanen), die 22 Trumpfkarten, die seit dem 16. Jahrhundert meistens von Null (der Narr) bis 21 (die Welt) durchnummeriert sind und jeweils einen eigenen Namen haben. Diese Namen können bei den unterschiedlichen Decks etwas variieren.

Der zweite Teil sind die „Kleinen Arkana“, 56 Karten. Diese teilen sich in vier Grundfarben auf (ähnlich den Skatkarten). Diese Grundfarben sind (Tarot, franz.Decks, deutsche Decks):

Die Karten haben jeweils die Werte 1 (das Ass) bis 10, dann die vier „Hofkarten“: Bube, Ritter, Königin, König. Diese Karten tragen in den traditionellen Spielkartensets keine Namen, spätere „spezielle“ Wahrsage-Karten bezeichnen die Karten, wie schon erwähnt, teilweise.

Die Karten sind Symbole und als solche lassen sich diesen nicht genau festgelegte Bedeutungen zuordnen. Die Bedeutungen sind immer vielfältig und müssen aus dem Kontext der Frage und der Kartenposition hergeleitet werden. Das macht das Interpretieren der Karten schwierig, ist aber eine unbedingte Voraussetzung für das „Funktionieren“ der Karten. Denn auf diese Weise können die Karten erst wirklich „antworten“ und bieten eine unerschöpfliche Vielfalt von Bedeutungen.

Nicht nur, wenn man der „Psychologischen Funktionstheorie“ der Karten anhängt, liegt in diesem Ringen um die Bedeutung der eigentliche Wert der Karten. Denn der oder die Fragende ist so gezwungen, das Problem oder die Frage aus den verschiedensten Blickrichtungen zu betrachten und zu analysieren. Und darin liegt, auch wenn man glaubt, dass die Karten devinatorischen Charakter haben, ein unschätzbarer Wert.

(*) Das erste bekannte Tarot-Deck mit bebilderten kleinen Arkana ist das Sola-Busca-Tarot. (Bilder - Geschichte). Viele der Karten dienten später offensichtlich als Vorlage für das Rider Waite Deck.

 

 

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