Tarock, Tarotkarten als Keltisches KreuzTarock, Tarotkarten als Keltisches KreuzTarock, Tarotkarten als Keltisches Kreuz

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Tarotkarten als Keltisches Kreuz auslegen

Das hier verwendete Auslegesystem ist das populäre „Keltische Kreuz“.
Die auf dieser Webseite genutzte Auslege-Form (1. Grafik) wurde durch Interpretationsbücher bekannt. Sie wird hier auf der Webseite nicht nur genutzt, weil sie technisch leichter zu realisieren ist als die alte, traditionelle Kreuzform. Ich habe auch prinzipielle Vorbehalte, die Tarotkarten auf "die alte Art" zu legen, auf die ich in einem der nächsten Absätze eingehe.

Drei Kreuze schlagen

Das Kreuz ist mit Sicherheit eines der ältesten Symbole, wurde archäologisch schon in der Steinzeit belegt und taucht sehr früh weltweit in vielen Kulturen auf. Es hat eine komplexe Symbolik, auf die einzugehen den Rahmen der Seite sprengen würde. Nur soviel, unter anderem symbolisiert die Senkrechte die Verbindung von Himmel und Erde und die Waagerechte den Horizont. Ein Kreuz ist deshalb sowohl Symbol für die irdische als auch die spirituelle Welt und die Verbindung zwischen beiden. Keltische Kreuze haben zusätzlich einen Kreis, der durch die querliegenden Karten angedeutet wird. Keltische Kreuze werden auch Radkreuze genannt. Der Kreis ist wie das Kreuz ebenfalls einer der ältesten Symbole, er steht weltweit für Vollkommenheit, Geschlossenheit, Einheit, Ewigkeit und konkret für die lebensspendende Sonne. Das Radkreuz ist damit Symbol für die Einheit der diesseitigen und jenseitigen Welt und für die Vollkommenheit der Schöpfung.

Radkreuze sind weltweit verbreitet und waren bis zum letzten Jahrhundert die größten Glückssymbole. Waren, weil eins der bekanntesten Radkreuze, von den Nationalsozialisten mißbraucht, inzwischen (nicht nur in unserem Kulturkreis) zum Symbol für millionenfachen (Raub-) Mord, Terror, Angst, Demütigung, Rassismus, kurz für die Pervertierung von Allem geworden ist, für das die Radkreuze früher standen. Das gilt leider auch für die Keltischen Kreuze, die zu beliebten Symbolen von nationalistischen und rassistischen Organisationen wurden. Das wird auch der Grund sein, warum das Legeschema heute kaum noch in der traditionellen sondern in der ersten Version oben genutzt wird.

Die Positionen, an denen die Karten liegen, haben bestimmte Bedeutungen, die sich aus den alten Auslegeformen ableiten lassen. Beim Auslegen der Karten wird symbolisch vor dem Fragenden ein dreifaches Kreuz geschlagen. Die Karten 1 und 2 bilden das erste Kreuz, die Karten 3, 4, 5, und 6 das Zweite und die Karten 7,8,9, und 10 das Dritte. Man kann das Legesystem auch als zwei Ringe auffassen, die sich um die aus den ersten beiden Karten gebildete Achse legen (2. und 3. Grafik).

Grob gesagt beschreibt das erste Kreuz das Thema, die Frage an die Karten selbst. Es ist das Zentrum, um das sich die Karten drehen. Um dieses Zentrum gruppieren sich in einem Ring die Karten, die sich auf den Fragenden beziehen (oder auf die Person, für die die Tarot-Karten befragt werden).
Das dritte Kreuz bildet einen zweiten Ring, in dem die Frage selbst und die Karten über den Frager eingebettet sind. Diese Karten bilden die äußeren Einflüsse, die Umwelt des Fragers ab.

Das erste Kreuz

Um die ersten beiden Karten „dreht es sich“ also, die erste Karte ist das Thema und wie es sich manifestiert.

Die zweite Karte kreuzt die erste und zeigt Ausprägungen, Abschwächungen oder andere verstärkende und störende Aspekte des Themas.

Das zweite Kreuz

Die nächsten vier Karten gruppieren sich um die Frage herum und beziehen sich wie erwähnt auf den Fragenden. Die Karten 3 und 4 bilden eine Senkrechte, die Informationen zum Fragenden in der Gegenwart gibt, die Karten 5 und 6 eine Waagerechte, die von der nahen Vergangenheit auf die nahe Zukunft weist.

Die Karte 3 symbolisiert Aspekte des Themas, die dem Frager bewusst sind und die er erkannt hat. Sie kann aber wegen ihrer Lage auch spirituelle Aspekte beinhalten.

Die Karte 4 ist sicher interessanter, denn sie gibt Hinweise auf wie wir heute sagen würden, unbewusste Inhalte und Aspekte der Frage. Sie gibt damit wertvolle Hinweise zum neuen Überdenken des Themas. Sie kann aber auch pragmatische, irdische Aspekte bedeuten.

Die Karte 5 zeigt den Frager betreffende Seiten des Themas in der näheren Vergangenheit und erhellt damit natürlich das Thema, wie es sich heute darstellt. Denn das Thema ist in seiner jetzigen Ausprägung eine Folge der Vergangenheit.

Die Karte 6 zeigt das Thema, wie es sich für den Fragenden in der näheren Zukunft entwickeln wird.

Das dritte Kreuz

Karte 7 bildet, wenn die Karten als Kreuz ausgelegt werden, mit der Karte 8 wieder eine Senkrechte in der Gegenwart, Karte 9 und 10 wieder eine Waagerechte, die Karte 10 hat prognostischen Charakter. Diese vier Karten liegen in einem Kreis, der weiter vom Zentrum entfernt ist und die Karten, die den Frager betreffen, umhüllen. Die Karten sind „allgemeiner“, sie beziehen sich nicht mehr unmittelbar auf die Frage oder Angelegenheit selbst, sondern grob gesagt auf die Umwelt, die den Fragenden beeinflusst.

Karte 7 zeigt den Fragenden und seine nach aussen erkennbare Einstellung, seine gezeigte oder von den anderen empfundene Herangehensweise ans Thema, sein Befinden und wie er dieses nach aussen präsentiert, aber auch, was man von ihm offensichtlich erwartet.

Karte 8 zeigt Aspekte des Themas, die von Außen, aus der „Umwelt“ kommen und sich der Kontrolle des Fragenden entziehen oder ihm nicht bewußt werden. Denn ähnlich wie das Unbewusste den "Kern" der Persönlichkeit bildet und trotzdem der Kontrolle entzogen ist, hat der Fragende nur bedingt Einfluss auf die Umwelt und seine Mitmenschen und wird sich deren Einfluß nicht bewußt. Die "irdische Bedeutung" der Karte (sie ist in der alten Legeweise der Fuss der Senkrechten) besteht darin, dass sie konkrete Ereignisse von „Außen“ anzeigt, Hinweise auf Orte oder auf die Haltung anderer Menschen zum Thema gibt.

Die 9, eine der heiligsten Zahlen in der Antike, reflektiert noch einmal das Thema. Sie fasst zusammen, was den Fragende aus dem bisher Geschehenen mit dem Thema verbindet und wie die Umwelt auf ihn und die Frage einwirkte. Aus den bisherigen Erfahrungen resultieren natürlich die konkreten Erwartungen, Hoffnungen und Ängste. Die Karte 9 bildet die Basis dessen, was sich mit der Karte 10 in der Zukunft fortsetzen wird.

Die Karte 10 weist in die fernere Zukunft und gibt Hinweise, wohin das Thema führt. Sie gibt in Kombination mit der Karte 9 einen Ausblick auf das, was im Bezug auf die gestellte Frage kommen wird.

Siehe auch: Wie funktionieren Tarot-Karten?

 

 

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